Schwadorf wächst: Neue Familien im Josef-Burfeid-Weg

Bildrechte: Pia Regh
Von li nach re:Alexander Entius, Stadtarchivar, Pia Regh, Bettina Nohr mit sachgerecht aufbereiteten Archivalien Sammlung Josef Burfeid

Das Neubaugebiet An Hornsgarten wächst und die ersten Bewohner und Neuschwadorfer haben ihre komfortable Etagenwohnung oder ihr schmuckes Einfamilienhaus am Josef-Burfeid-Weg bezogen. Sicher haben sich die dort Zugezogenen gefragt, was es mit dem Straßennamen auf sich hat.

“Für die Welt ist Schwadorf ein Dorf, aber für mich ist Schwadorf die Welt.“

Dies ist der prägende Ausspruch des Schwadorfer Heimatforschers Josef Burfeid, der hier in Schwadorf geboren, den Spitznamen „der Kuhle Jupp“ trug und 2019 verstarb. Über Jahrzehnte verschrieb er sich der Heimatforschung, sammelte Schrift- und Bildzeugnisse. Dass trockene Recherchearbeit lebendig wird, zeigte Josef Burfeid in seinen Publikationen „Zwesche Dreesch und Fläch“ (1993) und bei spannenden Ausstellungen wie „Von Suaventrop bis Schwadorf“ im März 2009. Josef Burfeid übergab sein umfassendes Archiv 2019 an das Brühler Stadtarchiv.

Stadtarchivar Alexander Entius berichtet, dass Teile der Sammlung Burfeid bereits fachgerecht aufgearbeitet und erschlossen sind. Er führt aus, dass in den über 100 Akten verschiedene lokalhistorische Themen zu Schwadorf aufbereitet sind. Beispielhaft seien hier Zusammenstellungen zur Kirche St. Severin, Schwadorf im Krieg und dem Struchshof erwähnt.

Einen wichtigen Teilbereich seiner Sammlung bilden die umfänglichen originalen Bühnenmanuskripte von Pfarrer (Hermann-) Josef Faßbender, die er für die Schwadorfer Heimatspiele verfasste. Faßbender bezog im Nationalsozialismus oppositionell Position, vervielfältigte u.a. Flugschriften und brachte sie in Umlauf. In den von ihm verfassten Bühnenstücken verarbeitete er auch seine Erlebnisse als Pfarrer der Siegburger Strafanstalt. Er wurde, nachdem er mit nur 53 Jahren in den staatlichen Ruhestand versetzt wurde, vom Erzbistum als Pfarrvikar nach Schwadorf beordert.

Darüber hinaus befinden sich in der Sammlung Burfeid zahlreiche weitere Originalquellen wie z.B. Akten, Fotos, Karten, Totenzettel und vieles mehr.

Eine weitere wichtige Fundgrube für Ahnenforscher stellt die von Josef Burfeid angelegte historische Personenkartei über Schwadorfer Bürgerinnen und Bürger dar. Hier lassen sich in alphabetischer Sortierung sehr einfach Familienverbindungen und –entwicklungen im Ort recherchieren.

Die Sammlung von Josef Burfeid steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Einsichtnahme und Recherche im Stadtarchiv Brühl zur Verfügung.

Bei Fragen zur Sammlung hilft das Team des Stadtarchivs gerne weiter.

Kontaktdaten: Stadtarchiv Brühl, Mühlenbach 65; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 02232 79-7135 oder 02232 79-7131

Pia Regh und Alexander Entius

 

Josef Burfeid 2016 Archiv Regh
Bildrechte: Pia Regh

Ein immer wiederkehrendes Thema ist das Thema Gassigehen und Hundekot. Aus der Bürgerschaft – auch von verantwortungsvollen Hundehaltern – und wohl auch von Landwirten gibt es aktuell vermehrt Beschwerden, dass manche Hundehalter den Hundekot ihrer Hunde nicht beseitigen, obwohl sie dazu nach der Ortssatzung der Stadt Brühl verpflichtet sind.

Daher sollte jede/ jeder Hundebesitzer/in sollte immer Tüten dabei haben, um Hundekot unverzüglich aufzusammeln.

Damit Hundebesitzer/innen die Hinterlassenschaften einfacher entsorgen können und gefüllte Tüten nicht länger mit sich herumtragen müssen, wurden kürzlich Dank Mithilfe eines Schwadorfer Hundehalters weitere Mülleimer am Ende der gängigen Spazierrouten aufgestellt.

Anregungen für mögliche weitere Standorte nimmt die Unterzeichnerin gerne entgegen.

Weitere nützliche Tipps rund um die Hundehaltung können in der Broschüre „Kleines Hunde ABC“ der Stadt Brühl nachgelesen werden.

Pia Regh

Dass seit Beginn der Corona-Pandemie in Schwadorf keine Heiligen Messen mehr gefeiert wurden, war zentrales Thema der Aussprache in der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Pia Regh, Elisabeth Schroeder, Renate Siemann und Daniel Vos haben daher am 8. Juni 2022 mit den Pfarrern Thull und Müller ein gemeinsames Gespräch geführt.

Wesentliches Ergebnis war, dass die Heilige Messe in Schwadorf ab September 2022 zumindest einmal monatlich gefeiert werden soll.

Darüber hinaus haben wir in dem offenen Gespräch die Möglichkeiten und Wünsche erörtert, wie das kirchliche Angebot in Schwadorf ausgebaut werden kann. Die Pfarrer wiesen dabei auf die Personalknappheit im Seelsorgebereich hin und ermutigten uns, selbständig Angebote gottesdienstlicher Feiern zu entwickeln. Es sei absehbar, dass kirchliches Leben künftig immer mehr vom Engagement vor Ort abhinge. Die Unterstützung von Initiativen in Schwadorf wurde uns daher zugesagt.

Gerne möchten wir kirchliche Angebote zu unterschiedlichen Anlässen auf eine breite Basis stellen und begrüßen hierzu Ideen und Engagement aus dem Dorf! Die vier genannten Ansprechpartner freuen sich auf Ihre und Eure Vorschläge und Gedanken – persönlich oder zentral unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

von Elisabeth Schroeder

Anlässlich der Visitation des pastoralen Raumes Brühl und Wesseling besuchte Weihbischof Rolf Steinhäuser am 19. Mai 2022 Schwadorf und die Kirche St. Severin.

Der Weihbischof gab an, dass er sich freue, den Ort mit seiner Geschichte und den Örtlichkeiten
-Kirche, Burg und Hofstellen- kennenzulernen. Bisher sei ihm nur die Haltestelle Schwadorf bekannt gewesen.

Pfarrer Müller begleitete den Weihbischof und forderte die Anwesenden auf, ihre Anregungen und Anliegen vorzutragen. Wie zuvor schon bei der Mitgliederversammlung der Dorfgemeinschaft brachten die Schwadorfer die nachfolgenden Punkte zur Sprache:

  • Die fehlenden Sonntagsmessen. Obwohl Sonntagsmessen wieder möglich sind und in Brühl gefeiert werden, ist St. Severin ausgeschlossen.
  • Zum höchsten Fest der Christenheit – Ostern – gab es keine Eucharistiefeier.
    Es fand lediglich ein von der Gemeinde organisierter Wortgottesdienst statt.
  • Der 1863 gegründete Kirchenchor besteht trotz Corona weiterhin und möchte eine Eucharistiefeier mitgestalten.
  • Es ist nicht zu vermitteln, warum in St. Severin keine Taufen mehr stattfinden dürfen.
  • Mit der Schließung des Katholischen Kindergartens wurde den Schwadorfer Eltern versprochen, sie nicht alleine zu lassen und sie in der religiösen Erziehung zu unterstützen. Dieses Versprechen wurde bisher nicht umgesetzt.
  • Kirche ist mehr als ein Ort, um einen Gottesdienst zu feiern. Eine kirchliche Gemeinschaft bedeutet auch eine Stärkung im Alltag. Christliches Leben und aktive Hilfe kann sich nur entfalten, wenn man einander kennt. Vor den Beschränkungen gab es in Schwadorf ein vielfältiges kirchliches Leben.
    Die Reise zu anderen Kirchen bedeutet eine Eucharistiefeier ohne gemeinschaftliches Leben.
  • Senioren sind von diesen Beschränkungen besonders stark betroffen. Für sie ist die Reise zu anderen Kirchen sehr beschwerlich, wenn nicht fast unmöglich.

Weihbischof Rolf Steinhäuser empfahl den Anwesenden, ein aktives Gemeindeleben anzustreben und alte Aktivitäten wieder aufzunehmen, Prozessionen zu organisieren und sich für eine lebendige Gemeinschaft einzusetzen. Zum Abschluss spendete er der Gemeinde und deren künftigen Bemühungen Gottes Segen.

Brühl Räumt Auf

Am 11.6.2022 fand nach 2 Jahren Pause die Aktion Brühl räumt auf wieder statt. Auch Schwadorf beteiligte sich und nach einiger Vorbereitung machten sich 5 Gruppen auf den Weg. Schnell wurde man an neuralgischen Punkten fündig und die Ausbeute ließ sich nach 2 Stunden sehen.

Dabei muss man Schwadorf ein Lob aussprechen, denn wirklich dreckig und unordentlich ist es nicht im Dorfe. Auch dank dem vielen ehrenamtlichen Engagement sind Baumscheiben, Kreuze und Grünflächen in einem sehr schönen Zustand.

Zum Abschluss trafen sich alle Teilnehmer zu einem kühlen Glas und einem leckeren Erbseneintopf beim Krayer. Auch der Bürgermeister Herr Freytag schaute vorbei und bedankte sich für die aktive Teilnahme. Alle waren sich einig, dass man zusammen etwas für die Umgebung und Natur bewegen kann. So konnten auch gleich ein paar wilde Baumüllkippen rund um das Baugebiet identifiziert und adressiert werden.

Vorstand der Dorfgemeinschaft

Frühjahrsputz am Strauchshof

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