Weihbischof Steinhäuser besuchte Schwadorf

von Elisabeth Schroeder

Anlässlich der Visitation des pastoralen Raumes Brühl und Wesseling besuchte Weihbischof Rolf Steinhäuser am 19. Mai 2022 Schwadorf und die Kirche St. Severin.

Der Weihbischof gab an, dass er sich freue, den Ort mit seiner Geschichte und den Örtlichkeiten
-Kirche, Burg und Hofstellen- kennenzulernen. Bisher sei ihm nur die Haltestelle Schwadorf bekannt gewesen.

Pfarrer Müller begleitete den Weihbischof und forderte die Anwesenden auf, ihre Anregungen und Anliegen vorzutragen. Wie zuvor schon bei der Mitgliederversammlung der Dorfgemeinschaft brachten die Schwadorfer die nachfolgenden Punkte zur Sprache:

  • Die fehlenden Sonntagsmessen. Obwohl Sonntagsmessen wieder möglich sind und in Brühl gefeiert werden, ist St. Severin ausgeschlossen.
  • Zum höchsten Fest der Christenheit – Ostern – gab es keine Eucharistiefeier.
    Es fand lediglich ein von der Gemeinde organisierter Wortgottesdienst statt.
  • Der 1863 gegründete Kirchenchor besteht trotz Corona weiterhin und möchte eine Eucharistiefeier mitgestalten.
  • Es ist nicht zu vermitteln, warum in St. Severin keine Taufen mehr stattfinden dürfen.
  • Mit der Schließung des Katholischen Kindergartens wurde den Schwadorfer Eltern versprochen, sie nicht alleine zu lassen und sie in der religiösen Erziehung zu unterstützen. Dieses Versprechen wurde bisher nicht umgesetzt.
  • Kirche ist mehr als ein Ort, um einen Gottesdienst zu feiern. Eine kirchliche Gemeinschaft bedeutet auch eine Stärkung im Alltag. Christliches Leben und aktive Hilfe kann sich nur entfalten, wenn man einander kennt. Vor den Beschränkungen gab es in Schwadorf ein vielfältiges kirchliches Leben.
    Die Reise zu anderen Kirchen bedeutet eine Eucharistiefeier ohne gemeinschaftliches Leben.
  • Senioren sind von diesen Beschränkungen besonders stark betroffen. Für sie ist die Reise zu anderen Kirchen sehr beschwerlich, wenn nicht fast unmöglich.

Weihbischof Rolf Steinhäuser empfahl den Anwesenden, ein aktives Gemeindeleben anzustreben und alte Aktivitäten wieder aufzunehmen, Prozessionen zu organisieren und sich für eine lebendige Gemeinschaft einzusetzen. Zum Abschluss spendete er der Gemeinde und deren künftigen Bemühungen Gottes Segen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.